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von Macherinnen und Machern
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Jahresrückblick 2025
Meilenstein: Start der Machbarkeitsstudie für das Zentrum für Baukultur
Zentrum für Baukultur – Beginn der Machbarkeitsstudie als Meilenstein
Ein zentraler Schritt im Jahr 2025 war der Beginn der Machbarkeitsstudie für das geplante Zentrum für Baukultur in Zella. Im Rahmen der Studie wir ein leerstehender Hof im Ortskern von Zella darauf hin untersucht, wie dort ein solches Zentrum realisiert werden könnte. Das Büro spacelab aus Gießen wurde beauftragt ein architektonisches Konzept, auf der Grundlage der dort geplanten Nutzungen zu erarbeiten. Auch der Aufbau eines Akteursnetzwerks und die Betrachtung einer möglichen Träger- und Finanzierungsstruktur sind Bestandteil des Auftrags. Als Teil der Beteiligung fand am 09.07.2025 eine Informationsveranstaltung in Zella statt, bei der das Projekt vorgestellt und erste Ideen zur künftigen Nutzung des Gebäudes gemeinsam diskutiert wurden. Rund 45Teilnehmener brachten dabei Perspektiven ein, die in die weitere Ausarbeitung der Studie einfließen.
Gleichzeitig markiert der Start der Machbarkeitsstudie den Übergang von einer Idee zu einem konkreten Entwicklungsvorhaben. Damit wird deutlich, dass die LEADER-Region Schwalm-Aue das Thema Baukultur langfristig stärken möchte und ein Ort entstehen soll, der die Arbeit an qualitätsvoller Innenentwicklung in den Mitgliedskommunen dauerhaft unterstützt. Mit der Machbarkeitsstudie soll eine fundierte Entscheidungsgrundlage und Orientierung zum Aufbau des Projektes vorgelegt werden. Die fertige Studie soll im Februar 2026 vorgestellt werden.

Space Lab präsentiert erste Entwürfe zur Nutzung des geplanten Zentrums für Baukultur.
Sitzung der Steuerungsgruppe
Im März 2025 fand eine Sitzung der Steuerungsgruppe des Interkommunalen Siedlungsmanagements statt, bei der eine erste Projektinventur vorgenommen und Prioritäten für die kommenden Jahre abgestimmt wurden. Auf Grundlage zweier Leitfragen zur Relevanz und zum zeitlichen Horizont potenzieller Projekte verständigte sich die Gruppe auf drei Leitvorhaben, die perspektivisch weiterverfolgt werden sollen.
Hierzu zählen ein Wettbewerb zur Innenentwicklung und Baukultur (Vorbereitung 2026, Umsetzung 2027), eine Rahmenvereinbarung zur interkommunalen Bauleitplanung als strategische Grundlage für abgestimmte Siedlungsentwicklung sowie der Aufbau von Fortbildungsangeboten für Kommunen zu Sanierung, Wertermittlung und rechtlichen Fragestellungen. Die Ergebnisse der Sitzung bilden eine wichtige Orientierung für die weitere Schwerpunktsetzung im Siedlungsmanagement.
Baulotsen-Exkursion am 8. Mai 2025
Die Baulotsen-Exkursion führte im Frühjahr zum genossenschaftlichen Wohnprojekt „MartiniQuartier“ in Kassel. Im Mittelpunkt stand das Suffizienzhaus U10, das überwiegend aus gebrauchten Baumaterialien oder B-Ware entstanden ist und damit beispielhaft für ressourcenschonendes und kreislauforientiertes Bauen steht. Die Führung durch Herrn Foitzik gab den Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in alternative Bauweisen, gemeinschaftliche Wohnmodelle und nachhaltige Planungsprozesse. Die gewonnenen Erkenntnisse stärken die regionale Diskussion zu ressourcenschonender Innenentwicklung und bieten konkrete Anknüpfungspunkte für eigene Projekte in der Schwalm-Aue.
Baulotsenexkursion am 8. Mai in Kassel
„Hereinspaziert in Schwalmstadt“ – Gute Beispiele im Bestand
Mit dem Format „Hereinspaziert“ wurden 2025 erneut gelungene Bestandsprojekte in der Region vorgestellt. In Schwalmstadt standen das sanierte Gästehaus im ehemaligen Gasthaus „Löwe“ in Ziegenhain sowie das renovierte Fachwerkferienhaus „Sterntaler“ in Florshain im Mittelpunkt. Das Ferienhausprojekt der Familie Gerzen wurde zudem ausführlicher als Machergeschichte dokumentiert und kann online eingesehen werden:
https://www.moeglichmachen.info/macherinen-uebersicht/machergeschichte-familie-gerzen.html
Die Eigentümer berichteten von ihren Erfahrungen und zeigten, wie individuelle Lösungen, sorgfältige Sanierung und lokale Handwerkskompetenz zur Belebung der Ortskerne beitragen. Das Format leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Wissensvermittlung und verdeutlicht, wie unterschiedlich und erfolgreich Innenentwicklung in der Praxis sein kann.
Tag der Innenentwicklung 2025 in Zella
Der Tag der Innenentwicklung fand in diesem Jahr in Zella auf dem Gelände der Hofanlage an der Kurhessenstraße 2 statt. Das Gebäude, das perspektivisch als Zentrum für Baukultur entwickelt werden soll, wurde im Rahmen der Veranstaltung erstmals umfassend der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, das Gebäude und die Außenanlage zu besichtigen und sich über Inhalte und Zielsetzungen der Studie zu informieren. Neu installierte Bauzaun-Banner und eine kleine Ausstellung im Innenraum boten einen anschaulichen Überblick über die planerischen Überlegungen.
Neben der Information spielte auch der praktische Austausch eine wichtige Rolle. Philipp Sojka von den Altstadtfreunden Treysa e.V. demonstrierte den traditionellen Baustoff Lehm und seine Anwendung und lud die Besucher zum Mitmachen ein. Ein weiterer fachlicher Impuls kam vom Energieberater Herrn Steube, der Chancen und Herausforderungen der energetischen Sanierung anhand des konkreten Gebäudes erläuterte.

Philipp Sojka von den Altstadtfreunden Treysa e.V. zeigt bei einem Workshop den Umgang mit dem Baustoff Lehm.